Neugründung 1. Mai 1948
Nach dem 2. Weltkrieg wurde eine Neuaufstellung unserer Feuerwehr notwendig. Sie erfolgte mit den Mitgliedern:
Heinz Rietz, Heinz Paul, Wilhelm Süring, Otto Marx, Bruno Osterburg, Kurt Schultze, Otto Euen und Paul Mahlow

Die Technik der FF Jeserig
Der FF-Jeserig stand am Anfang ihres Bestehens eine Handdruckspritze zur Verfügung. Wann sie beschafft wurde und wie lange sie im Einsatz war, ist nicht überliefert, sie wurde ca. 1956/57 verschrottet, um vom Erlöss den Umbau des Gerätehauses zu finanzieren..
Wahrscheinlich 1936 wurde eine TS 6 angeschafft, die ca. 1948 im Rahmen der Neugründung wieder „aufgebaut“ wurde. Zuvor, in den Jahren 1945 – 1948 stand sie am Jeseriger See und diente der Roten Armee zur Reinigung ihrer Technik.

Etwa 1958 bekam die FF-Jeserig eine TS 8.
Die Technik ,wurde zunächst per Pferdegespann, später mit Traktor oder LKW zum Einsatzort verbracht.
Alarmierung wurde per mundbetriebenem Alarmhorn (heute noch vorhanden) später dann per Sirene.
Das Gerätehaus stand im Dorf beim Kriegerdenkmal und der Holzverarbeitung. Es wurde 1956-57 im Rahmen des „Nationalen Aufbauwerks“ umgebaut.
Später, im Jahre 1963 erfolgte dann noch einmal –manche sagen in einer Nacht- und Nebelaktion- eine Modifikation des Torbereichs, damit das damals nagelneue Löschfahrzeug Robur LO 1800, in das Gerätehaus passte. Es war das erste Fahrzeug seiner Art im damaligen Wirkbereich.
Der Robur war bis zum Jahre 2009, nach einen Generalumbau (auf Standart Robur LO 2002, heißt vorn angeschlagene Türen, Einbau einer Vorbaupumpe, feuerwehrtechnischer Aufbau allgemein) im Einsatzdienst der FF Jeserig. Der dazugehörende Schlauchtransportanhänger (VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz), Bauj. 1963, befindet sich, ausgerüstet mit 35 B-Schläuchen (700 m) weiterhin im Einsatzdienst
Aufgrund der räumliche Enge war das alte Gerätehaus mehr und mehr ungeeignet.

Auf dem Gelände der damaligen LPG wurde dann im Jahre 1978 durch die Kameraden mit dem Bau des neuen, heutigen Gerätehauses begonnen.
Nach allein im Jahre 1978 geleisteten 530 Arbeitsstunden, erfolgte die feierliche Schlüsselübergabe am 01.05.1979.
Im Jahre 1992 erfolgte die Übergabe des LF 16-TS an die Jeseriger Wehr. Zuvor fuhren mehrere nagelneue Fahrzeuge dieses Typs durch den Landkreis und wurden dann bei Wehren stationiert, deren Gerätehäuser groß genug für diese Fahrzeuge waren.
Das Fahrzeug gehörte dem Bund und war zum Zwecke des Katastrophenschutzes beschafft worden. Das bedeutete, dass die jeseriger Kameraden mit diesem Fahrzeug Teil der Brandschutzeinheit des Kreises wurden.
Das Löschfahrzeug wurde durch Eigenumbauten an die örtlichen Verhältnisse angepasst, indem unter Verzicht eines kleines Teils von C-Schlauchmaterial ein hydraulisches Rettungsgerät eingebaut und das Fahrzeug mit einem pneumatischen Lichtmast (24 Volt-Betrieb) ausgerüstet wurde. Zusätzlich sind Hebekissensatz und Essenkehrgerät auf dem LF 16-Ts verlastet.
1993 konnte dann für ein vergleichsweise geringes Entgelt das TLF 16 (Ifa W 50 TLF GMK) beschafft werden. Es war zuvor in der Werkfeuerwehr des Brandenburger Stahlwerkes im Einsatz.
Bei diesem Fahrzeug wurde die Schaumzumischanlage ausgebaut, der serienmäßige 500 Litern Schaummitteltank (im Löschwassertank eingebaut) durchlässig gemacht, sodass jetzt ca. 2400 Liter Löschwasser zur Verfügung stehen.
Das nunmehr das Gerätehaus erneut zu klein geworden war, wurde es im Jahre 1994 ausgebaut. Der Ausbau erfolgte wiederum im großen Maß durch Eigenarbeit der Kameraden, nur Spezialitäten wurden Fachfirmen überlassen.
Es wurden elektrisch betätigte Sektionaltore eingebaut, die die alten zweiflügeligen Holztore des ersten Bauabschnitts ablösten.
Die Finanzierung dieses Umbaus erfolgte hälftig durch eine großzügige Spende des Möbelhauses „Mc Möbel.“

Ebenfalls durch Spenden örtlicher Unternehmer (Seedorf&Ruppin sowie Mc-Möbel), wurde im Jahr 2000 ein MTW Ford Transit in Dienst gestellt . Das Fahrzeug sollte zweckgebunden für die FF-Jeserig als MTW und Vorausrüstwagen dienen, bis der für Jeserig vorgesehene „richtige“ Rüstwagen beschafft werden konnte.
Da es zu Meinungsverschiedenheiten über den Einsatz dieses Fahrzeuges kam, wurde es vom Einsatznachsorgeteam des Landkreises als Einsatzfahrzeug zugelassen und in Jeserig stationiert.
Der vorgesehen Rüstwagen wurde Jahre später in Götz stationiert.
Nach der Ausmusterung des LO im Jahre 2009, wurde das Funkgerät in den MTW eingebaut. Der MTW erhielt den Funkrufnamen Florian Mittelmark 11-19-5.
Zeitweise (bis 2007) war im Jeseriger Gerätehaus auch noch das Einsatzfahrzeug der Notfallseelsorge stationiert. (VW T4 , ehemaliger RTW)
Mehrere Jahre lang waren somit im Jeseriger Gerätehaus insgesamt 5 Fahrzeuge (davon 2 LKW) und ein großer Hänger stationiert.
Im Oktober 2005, erhielt das Gerätehaus ein neues Dach, nachdem das alte, noch aus DDR-Zeiten stammende Asbestdach durch Sturm- und Vandalismusschäden undicht geworden war.
Im Jahre 2009 wurde das Gerätehaus mit einer Abgasabsauganlage für die beiden Großfahrzeuge ausgerüstet.
Es verbesserte sich zwar die Luftqualität, zwang die Kameraden jedoch aus Sicherheitsgründen die Garderobenständer zwischen den abgestellte Fahrzeugen zu entfernen.
Es entstand im hintern Teil des Gerätehauses ein eigener Umkleidebereich.
Für das Jahr 2010 ist die Erneuerung des Fußbodens im Gerätehaus geplant.